Sonntag - 07.10.18
Heute wurden wir etwas unsanft um 4.30 Uhr geweckt, weil
sich über der Tür ein Licht einschaltete. Dann stellten wir fest, dass es eine
Art Notlicht sein musste, denn sonst war im Zimmer der Strom komplett
ausgefallen. Auch die Klimaanlage funktionierte nicht. Im Flur und draußen
schien alles normal. Gerade als Michael sich anzog und Bescheid geben wollte,
schaltete sich der Strom wieder ein. Naja, solange das nicht passiert, wenn man
im Aufzug steckt ....
Dann waren wir natürlich erstmal eine Weile wach und
schliefen daher länger als gewünscht. Machte aber schlussendlich auch nichts!
Beim Frühstück waren wieder die Nürnberger Kollegen zugegen
....
Gegen 11.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Melody, um
Cord, Volker und Cords Mutter abzuholen und sie zum Flughafen zu bringen. Da
noch etwas Zeit war, begaben wir uns noch auf die Dachterrasse, die wirklich
herrlich ist. Dieser Ausblick ist immer wieder einfach nur schön! Dort machten
wir noch ein paar Erinnerungsfotos. Schön, dass wir die Drei noch in Tel Aviv
getroffen haben.
Am Flughafen ging das Verabschieden schnell, und dann waren
wir auch schon auf dem Weg nach Jerusalem. Wenn wir auch nicht dort wohnen
möchten, so ist diese Stadt nach wie vor faszinierend und immer einen Besuch
wert!
An den Anblick der verschiedenen orthodoxen Juden haben wir
uns gewöhnt. Trotzdem ist das für uns noch immer eine fremde Welt und wird das
wohl auch bleiben.
Zunächst fuhren wir (am Mount Herzl vorbei) nach Yad Vashem.
Diese Gedenkstätte über die Geschichte und den Holocaust der Juden kennen wir
schon von vorherigen Aufenthalten, aber irgendwie zieht es uns immer wieder
dorthin. Das Museum ist nicht nur informativ, sondern auch sehr bewegend. Nach
wie vor!
Heute war es sehr gut besucht, vor allem von Reisegruppen.
Bei seinem letzten Besuch hier trug sich Donald Trump
übrigens total profan und kurz ins Gästebuch ein. Das wurde ziemlich heftig
kritisiert. Was Angie, die ja letzte Woche zu Besuch in Israel weilte,
als Kommentar eingetragen hat, konnten wir nicht ermitteln. Es scheint wohl ein
"spezielles" Gästebuch zu sein, in das sich die Staatschefs
eintragen.
Anschließend fuhren wir in Jerusalems "Old City"
und parkten diesmal nicht vor dem King David Hotel (sonst unser Stammplatz),
sondern in der Garage der einzigen Freilichtmall Jerusalems "Mamilla", die ich noch nicht kannte. Sie ist mit vielen exklusiven
Geschäften ausgestattet und fügt sich mit ihren typischen Sandsteingebäuden gut
in das Stadtbild ein (auch wenn die Mall nicht ganz unumstritten ist).
Theodor Herzl, der Begründer des Zionismus, hat wohl in
einem der Gebäude gewohnt. Einiges ist von früher noch erhalten.
Gegenüber ist das Jaffa-Tor, und hierdurch gingen wir dann
auch noch in die Altstadt. Es war nämlich schon 17.00 Uhr und wir bekamen
langsam Hunger.
Die Gassen und Basare mit all den vielen Dingen, die dort
feilgeboten werden, sind immer wieder überwältigend für Auge und auch Nase.
Allein die Gewürze! Aber gekauft haben wir diesmal nichts. An der Grabeskirche schauten wir auch noch vorbei, waren
aber nicht mehr drinnen.
Nur mit unseren Essen dauerte es etwas. Wir wollten nämlich
gerne Fallafel haben - und das bekamen wir erst in dem dritten
"Restaurant" (ich setze das jetzt mal in Häkchen, weil der Name nicht
so ganz passt). Mit Hummus, sehr lecker.
Dann wurde es langsam dunkel und wir fuhren wieder zurück
nach Tel Aviv.

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